„Meinst du nicht es wird Zeit für Kinder?“ – Nö!

Kinder? Nein Danke wann sollte man mutter sein Druck„Wann ist es bei dir denn so weit?“ „In deinem Alter war ich schon verheiratet und hatte 2 Kinder“ – so und so ähnlich höre ich meine Verwandten im Kopf klingen. Bei fast jedem Telefonat oder auf jeder Familienfeier kommen diese Fragen auf. Immer und immer wieder. Ich gebe zu, ich habe mich schon einmal die Frage gestellt, ob es nicht langsam mal an der Zeit wäre eine Familie zu gründen…aber nein. Nein! Einfach nein!

Wer sagt denn, dass man mit 28 schon 2 Kinder haben muss? Bin ich unnormal, weil ich mir es absolut nicht vorstellen kann ein Kind zu haben? Ich kann es mir eben überhaupt nicht vorstellen.

Wenn ich Facebook öffne, scheint eine richtige Kinderepidemie ausgebrochen zu sein oder jeder ist verlobt oder hat soeben geheiratet. Wahnsinn! Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht wiedermal von XY geteilt wurde, dass ein Kind auf dem Weg ist oder der ach so schöne Verlobungsring in die Kamera gehalten wird. Und ich sitze hier und bin froh, wenn ich ne Flasche alleine aufbekomme xD Der Gedanke an ein eigenes Kind gruselt mich sehr. Ich bin noch zu sehr auf mich bezogen, wollte gar nicht mein Leben „aufgeben“ für ein kleines Würmchen und ganz ehrlich – Auch nachts schlafe ich lieber, als 5 mal aufzustehen.

Auch auf Instagram/Blogs scheint jede 2. Bloggerin gerade Mami zu werden. Ich freue mich ja für sie, aber ich muss wirklich sagen, dass dieser Babyboom überall mir langsam den Nerv raubt. Bei vielen geht es um nichts anderes mehr und dann drücke ich, so leid es mir tut auf entflogen, da es einfach nicht mein Thema ist.

Kinder? Nein Danke wann sollte man mutter sein FamilienplanungAuch sehe ich die Veränderungen bei meinen Freundinnen, die jetzt nach und nach Heiraten und Kinder bekommen. Und plötzlich gehört man nicht mehr dazu. Dies ist mir bei einer Freundin aufgefallen, die als Erste ein Kind bekommen hat. Früher waren wir viel unterwegs, feiern oder wir saßen einfach zusammen und quatschten. Dann wurde sie schwanger und plötzlich war sie ein ganz anderer Mensch.Das Thema Kinder war das einzige worüber sie nur noch reden konnte. Wenn ich sie besuchte, dann drückte man mir das Kind in die Hand, damit sie endlich mal duschen oder Hausarbeiten machen konnte. Ist ja kein Problem und verstehe ich auch, aber jedes Mal? Ich bin doch kein Babysitter? Auch musste sich dann nachmittag für 1 1/2 Stunden ins Auto gesetzt werden um durch die Gegend zu fahren, da sonst die Kleine keinen Mittagsschlaf machen würde. Gegessen wurde nur noch Ökozeugs ohne Gewürze und Gespräche waren gar nicht mehr möglich, weil es nur um die Kleine und den Stuhlgang ging. WOW! Ist das dieses Mutter sein? Danke, aber Nein Danke! Ihr Verhalten hat mich noch mal um einiges abgeschreckt, ein Kind zu bekommen. Diese völlige Selbstaufgabe. Ist man als Mutter kein eigenständiger Mensch mehr?! Wirklich Kontakt haben wir nicht mehr. Wir haben einfach zu unterschiedliche Lebensstile und das hat sie mich auch merken lassen. „Auch du solltest mal langsam an Familienplanung denken“… Warum? Weil ich 28 bin und es einen Plan im Leben gibt an den ich mich halten muss? Nö! Jeder kann es gerne so handhaben wie er mag, aber dann soll man mich auch machen lassen. Inzwischen hat sie ihr zweites Kind. Sie selbst war früher absolut gegen das Kinder bekommen…so ändert man sich. Ich dachte ja immer wir leben in einer modernen Zeit, in der jeder so leben kann, wie er mag. Dennoch scheint es genug Menschen zu geben, die der Meinung sind, andere müssten nach ihren Vorstellungen und Normen leben. Wirklich schade! Wie verstört und bemitleidet man angesehen wird, wenn man sagt, dass man keine Kinder möchte. Was für Vorträge ich mir schon anhören konnte. Als ob man nicht normal sei.

Kinder? Nein Danke wann sollte man mutter seinUnd nein, ich hege keinen Groll gegen all‘ die Mamis dort draußen, die glücklich mit ihrem Leben sind. Doch drängt es mir bitte nicht auf! Ich selbst kenne auch eine tolle Mama, die trotz Kind sie selbst geblieben ist und mir nichts aufdrängt. Ich bin einfach nur der Meinung, dass man es eben absolut übertreiben kann. Und das was für einen selbst das schönste auf der Welt ist, ist für jemand anderen eben das schlimmste überhaupt. Deal with it!

Und wenn ich einmal Mutter werden sollte, dann nehme ich mir ein Beispiel an meiner Mama. Absolute Power-Frau, die selbst alleinerziehend noch ein komplettes Studium geschafft hat. Sich nie selbst aufgegeben hat und dennoch die beste Mama der Welt ist.

Comments

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  • Mici

    ich weiß was du meinst… man wird von allen Seiten beschallt…. ich hab immer die Ausrede gehabt „bin noch im Studium“ und dann haben die meisten eigentlich Ruhe gegeben…

    Studium ist vorbei und nu? Ajo – will noch ne Weltreise machen, will mein Geld für mich verprassen und ich will vor allem nicht darüber nachdenken, ob ich schon einen Kitaplatz reservieren will/muss.

    Ich will Kinder haben – aber ich find das voll dumm, wenn Bekannte/Verwandte danach fragen, wann man denn endlich eine Familie gründet…? Das ist so wie: „Hey, wann hast du die Woche mal vor ungeschützten Sex zu haben?“ Mind your own business halt…..

  • 7ulia

    Du sprichst mir aus der Seele!
    Ich werde dieses Jahr 30 und werde auch ständig gefragt „wann heiratet ihr endlich? Ihr seid doch auch schon über 7 Jahre zusammen“ (ja, sind wir, aber eine Hochzeit bedeutet nicht, dass man sich danach mehr liebt. Wozu die Eile? Eine Hochzeit kostet ja auch Geld und Zeit und bedeutet vor allem Stress!), „bei dir wird es aber knapp mit dem Kinderkriegen… wie, du möchtest keine? Irgenwann hat JEDE Frau das Bedürfnis ein Kind zu bekommen!“ (ich bin anscheinend auch unnormal. Und egoistisch…) und das beste war, als mir jemand sagte „bekomm erst einmal ein Kind, dann weißt du, dass es das Beste war, das dir im Leben passieren konnte!“. Echt jetzt? Was ist, wenn ich dann fast widerwillig ein Kind auf die Welt gebracht habe und das nicht so toll finde? Wieder zurück schicken? Die ewige Rabenmutter sein?

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich einige Frauen echt nichts schöneres vorstellen können als eine Schwangerschaft und dann der „schöne“ Stress mit den Kindern zu haben —- aber wenn man sich aktiv dagegen entschieden hat, sollte man auch diese Entscheidung akzeptieren.

    • Shia
      7ulia

      Oh ja…das leidige Hochzeitsthema 😀
      Ich denke auch, was ist wenn es für einen eben nicht das Schönste im Leben ist? Was dann? Es sollte eben gu überlegt sein und wenn ich es nicht möchte, dann ist das auch okay so.

  • Fantastin

    Ich kann das so gut nachvollziehen! Ich habe bisher auch noch nicht den Wunsch verspürt, Kinder zu bekommen und ich bin jetzt 34. Zum Glück hat mein Umfeld und meine Familie inzwischen aufgegeben, mich zu fragen, wie das bei mir aussieht 😀 Aber es stimmt definitiv, dass dieser Lebensstil, den ich mein Eigen nenne (geschieden, kinderlos, ungebunden) sehr selten ist. In meinem Freundeskreis jedenfalls. Da sind gerade alle verliebt und am Planen oder hat schon Kinder und keiner ist in der Lage, spontan was zu unternehmen… Mich deshalb einer Lebensvorstellung anpassen, die eben einfach nicht meine ist? Nein danke. Meine Devise lautet ‚Leben und leben lassen‘.

  • Cara

    Ich selbst fühle mich noch eher als Kind als inn der Lage Kinder zu bekommen und zu erziehen… Ein technisches Studium im vollen Gange ist immer noch ne gute Begründung sich über Kinder, Hereit etc. keine Gedanken zu machen und naja… dannach werde ich wohl Promovieren müssen oder so damit das so bleibt xD
    Allerdings habe ich auch Super-Eltern in meinem Freundeskreis kennengelernt die ein schönes und auch ermutigendes Gegenbeispiel zu den meisten deiner Bekannten zu sein scheinen. Besagtes Paar lässt keine Aktivität aus, der kleine Junge wird einfach unter den Arm geklemmt und mitgenommen, egal wohin und zu welcher Tages- oder Nachtzeit und er ist der selbstständigste 1.5 jährige den ich kenne, sodass die Eltern beide ganz unbekümmert ihrer Dinge nachgehen können (zB trotz Kleinkind Haus renovieren) ohne dass der Kleine rund um die Uhr bespielt werden muss.
    Die beiden sind ein gewisser Lichtblick, dass man anscheinend doch nicht sein Leben in den Schrank sperren und alle kinderlosen Freunde zur tode langweilen muss um Kinder zu haben. 🙂
    Aber natürlich hab auch ich ein paar Freundinnen die jedem von ihren Verlobungen, Heiratsplänen und Kinderwünschen lnag und breit erzählen müssen…

    • Shia
      Cara

      Oh das klingt ja toll – ja solche Eltern sollte es mehr geben! Ich glaube mit denen würde ich auch super klar kommen 🙂 Man sieht also, dass es auch anders geht! Sehr schön!

  • Jana

    Menschen können echt so komisch sein =D
    Ich sage zB. auch schon seit Jahren ganz frei heraus, dass ich keine Kinder haben möchte. Das ist ein Thema, was mich schlichtweg noch nie interessiert hat. Mittlerweile hat mein Umfeld das weitestgehend auch verstanden und lässt Kommentare á la „Ach, wenn erst der richtige Mann kommt…“ bleiben. Wie oft ich aber schon von Fremden gesagt bekommen habe – und ich bin sogar noch 4 Jahre jünger als du & noch nicht einmal fest vergeben – dass ich mich doch aber schon mal ranhalten müsste, schließlich wolle ich doch auch nicht alleine enden – letzteres ist übrigens in dieser ganzen Diskussion mein Lieblingsargument.. Ich finde es dann doch etwas seltsam, davon auszugehen, dass nur, weil man Kinder hat, diese sich dann auch später um einen kümmern.
    Ich verstehe gar nicht, dass man sich auch 2016 noch so oft für den eigenen Lebensentwurf rechtfertigen muss, wenn dieser nicht genau einer angeblich gesellschaftlichen Norm entspricht. Einfach leben und leben lassen 🙂

    Liebe Grüße 🙂

    • Shia
      Jana

      Exact….wer sagt, dass Kinder sich später um einen Kümmern?! Ich liebe dieses Argument ja auch!
      Ich finde es auch echt schade, dass man sich heutzutage noch so viel rechtfertigen muss >__

  • Valerie Winterhummel

    Du hast so recht mit allem. Ab Mitte Zwanzig gehts echt nur noch um Kinder kriegen und heiraten. Als ob andere Dinge einen irgendwann nicht mehr erfüllen können. Ich fühle mich so wohl und unabhängig und sehe gar nicht ein, dass ich mich, nur weil ich 27 Jahre alt bin, nur noch mit Kindern und Ehe beschäftigen soll. Ich freue mich wirklich für jeden, der für sich entscheidet, dass es jetzt Zeit für Kinder ist, aber es muss auch respektiert werden, dass diese Zeit bei mir eben noch nicht ist.

    Viele Grüße

    • Shia
      Valerie Winterhummel

      Wahnsinn oder? Als ob irgendetwas im Kopf klick macht und es nur noch um Kinder und Heiraten gehen würde..vor allem bei uns Frauen.

  • Sooyoona

    Mh ich selbst bin noch nicht bereit für Kinder, auch wenn ich weiss, dass ich gerne einmal zwei hätte. Aber wie du schon sagst, momentan ist man so mit sich selbst beschäftigt, dass da ein Kind noch keinen Platz hat. Meine Verwandtschaft lässt mich da aber auch ziemlich in Ruhe.
    Solange man bei Katzenbabyfotos jedes Mal in schieres Entzücken geratet und bei Menschenbabys eher nicht, glaube ich sowieso nicht, dass man schon bereit ist..;-)

    Das mit den Socialmediakanälen und/oder Freundinnen ist ein schwieriges Thema. Es ist momentan wirklich ein ziemlicher Babyboom und ich freue mich ja für jede Frau, die schwanger ist und sich daran so erfreuen kann. Es ist nur traurig, dass bei manchen gar nichts anderes mehr kommt als Babycontent und sich wirklich alles, jedes Bild und jeder Kommentar nur noch darum dreht. Wie sagt man so schön, jedem das seine, aber ich entfolge dann halt schweren Herzens weil ich sowieso nichts dazu sagen kann und es mich auch meistens nicht interessiert.
    Ich weiss ja nicht wie ich einmal sein werde, aber ich hoffe schwer, dass sich mein Leben dann auch noch hin und wieder um mich dreht und nicht nur noch um das kleine Würmchen, dass es da irgendwann einmal geben wird – wobei ich sowieso der Meinung bin, dass Babys und Kinder im Internet und vor allem Socialmediakanälen nichts verloren haben.

    • Shia
      Sooyoona

      „Solange man bei Katzenbabyfotos jedes Mal in schieres Entzücken geratet und bei Menschenbabys eher nicht, glaube ich sowieso nicht, dass man schon bereit ist..;-)“ Perfekte Zusammenfassung 😀 Genial.
      Ja da muss man dann einfach erfolgen, auch wenn man vorher echt gerne gefolgt ist!

      • Jasmin
        Shia

        Und ich dachte ich bin unnormal, weil ich nur Tierbabies niedlich finde. 😀

  • Alice

    Bravo Shia!
    Ich werde zwar nicht oft auf das Thema angesprochen (weil wohl allen klar ist, dass ich noch ein zu grosser Kindskopf bin), aber ich ertappe mich manchmal dabei wie ich mich selbst unter Druck setze… Wir haben das selbe Alter! 😉

  • alory

    Hallo,

    Wow, das ist evht mal interessant zu hören! Bei mir ist es genau andersrum xD ich bin 25, verheiratet und habe einen 2jährigen Sohn. Wenn mir beim Spaziergang mit dem Sohn Bekannte über den Weg laufen, schreie ich regelmäßig innerlich „hallooo, ich bin auch noch da“ oder „danke, ich will jetzt nicht zum 10mal drüber reden ob er schon durch schläft“. Ich liebe meinen Sohn und er war ein absolutes wunschkind! Trotzdem ist es für mich selbstverständlich dass ich meine Freundinnen frage ob ich den kleinen Mann zur oma bringen soll wenn sie mich besucht. Ich bin zwar Mama, aber doch trotzdem noch ich selbst. Ich will auch mal meine Ruhe haben. Ich finde es auch nicht schlimm mit meiner Freundin übers Wochenende wegzufahren, der Papa rockt das mit dem Kind auch alleine! Aber vor anderen steht man dann als Rabenmutter da!
    Wie du schon sagtest: jedem das seine! Nicht jeder findet es supi sein Leben voll und ganz der Familie zu verschreiben, einen anderen macht hingegen genau das glücklich!

    Ich finde deinen Artikel interessant und fand es irgendwie schön auch mal sowas von dir zu lesen 🙂

    Lg alory

    • Shia
      alory

      Genau so ist es richtig! Finde ich toll, dass du auch einsiehst, wie es auf der andere Seite aussieht. Klar ist es schön wenn die Freundinnen auch mal was mit dem kleinen Zusammen machen, aber man muss eben auch mal alleine sein können. SO stelle ich mir eben eine super Mama vor <3

  • Minnie

    Ich kann dich auf jeden Fall verstehen. Ich mag es im Allgemeinen nicht wenn Menschen sich in Dinge einmischen, die sie 1. nichts angehen und 2. wenn sie die Wahrheit gar nicht verkraften können. Ich verstehe nicht ganz warum viele so geschockt sind wenn man sagt, dass man keine Kinder möchte. Diese Fragen sind genau so nervig wie ‚Du zeichnest gerne? Los, zeichne mir was!‘ ‚Du singst gerne? Los sind mir was vor!‘ Das ist einfach sehr aufdringlich wie ich finde.
    Ich persönlich möchte aber Kinder haben und freue mich schon auf die Zeit wenn ich Mutter sein darf. Ich bin aber auch schon 7 Mal Tante und wechsele seit dem ich 9 Jahre alt bin Windeln und kann gut mit Kindern umgehen. Ich mag es nur nicht wenn eine Frau(!!!) darauf reduziert wird, dass sie nicht verheiratet ist oder keine Kinder bekommen möchte. Egal ob andere sie darauf reduzieren oder sie sich selbst. Als Mutter oder nicht, hat man doch immer noch andere Interessen und Charaktereigenschaften.
    Liebe Grüße ♥

  • Marie

    Hey. 🙂
    Du sprichst mir so aus der Seele. Ich bin zwar erst 20, aber ich bin mir auch schon sehr sicher keine Kinder bekommen zu wollen. Und gerade was du sagst stört mich dabei so: Wenn man Mutter ist, ist man Mutter. Nichts anderes, fertig, neben Kindern und ihren Ess- und Stuhlgewohnheiten gibt es kein anderes Thema mehr.
    Ich kenne nur sehr wenige Mütter, die nebenbei noch was anderes machen, studieren oder arbeiten. Aber der Rest ist da anders. Vor allem versuchen gerade diese Mütter einem dann ihre Ansichten aufzudrücken: „Ein Kind ist das Schönste auf der Welt!“, „Eine Frau, die keine Kinder will isz unnormal“ und und und. Ich lass dir dein Leben und du mir meins, so einfach, aber das geht in diesem Fall anscheinend einfach nicht. Schade, wenn sich manche Menschen so verändern.

    Ich kann dich auf jede Fall verstehen. 🙂
    Marie ♥

    • Shia
      Marie

      Ich finde dieses eigenen Meinung aufschwatzen so schlimm. Nur weil es für den einen Richtig ist, kann es für den anderen der absolute Alptraum sein!

  • Andrina

    Du triffst den Nagel auf den Kopf! Ich bin noch 27, bin seit 2,5 Jahren in einer festen Beziehung und denke gar nicht daran, ein Kind bekommen zu wollen. Heiraten? Warum nicht. Wenn er mich fragt gerne aber erzwingen will ich da nichts. Wir sind inzwischen die Außenseiter in unseren Freundeskreisen, denn wir haben eben nicht vor, so bald (oder überhaupt) ein Kind zu bekommen und irgendwie sind wir deshalb – und weil wir nicht ständig über Kinder, heiraten und ein eigenes Haus reden – einfach anders. Wir sind gern anders, auch wenn es traurig ist, dass sich dadurch die Wege zu einst engen Freunden trennen.

    Liebe Grüße
    Andrina

    • Shia
      Andrina

      Es ist wirklich schade, dass sich Freundschaften deswegen trennen…es ist doch einfach so doof, dass es Menschen gibt, die sich komplett aufgeben. Vor allem die Mamas, Väter gehen ja gerne noch mit ihren Jungs aus. Mamas haben dann direkt ein schlechtes Gewissen…

  • Jasmin

    Ich sehe das genauso liebe Shia. Ich werde dieses Jahr 29 und kann es mir weder körperlich noch geistig (Nerven aus Seide) vorstellen ein Kind zu haben. So viele Freiheiten aufgeben…
    In meinem (Studien-) umfeld gibt es sehr viele Gleichaltrige die einfach keine Lust auf das typische Familienbild haben (oder Kinder im allgemeinen = 24/7 Job). Meine Mutter hofft, dass irgendwann die Hormone schon dafür sorgen werden… Erwachsene mit Kind(ern) können sich das nicht vorstellen, wieso man keine möchte. „Das ist doch dein biologischer Sinn“, hört man dann. Na danke. Ich kann auch mit Kindern im familären Umfeld einfach nichts anfangen. Wenn ich mir etwas kleines anschaffe, dann adoptier ich wohl einen Hund.

  • Sabrina

    Ich bin 27, mal wieder am studieren und kinderlos. Will ich Kinder – ja klar, so mit 30ig oder 32ig dann. Momentan bin ich noch in der die sind ja süss aber wenn ich sie nach 2-3h wieder zurückgeben kann, bin ich auch froh 😉 Und nein du bist nicht unnormal, denn was sich so einige wohl nicht vorstellen können, es gibt noch anderes auf dieser welt als babykaka und spielplätze. ich will noch die welt bereisen, ich-bezogen sein und nicht meine ganze deko wegräumen, dami ein unerzogener minimensch nicht meine ganze bude zerstört ?

    • Shia
      Sabrina

      Oh ja…die Demo wegräumen 😀 Ich freue mich auch immer, wenn ich ein ind zurück geben kann oder es einfach nur schläft. Süß sind sie ja, aber ich kann es mir aktuell einfach nicht vorstellen!

  • MissLaven

    Kann ich gut nachvollziehen und auch ich fühle mich mir 31 noch nicht alt genug um ein Kind oder Kinder zu bekommen, mal ganz abgesehen davon dass ich noch gar nicht schlüssig bin ob ich überhaupt welche will. Und du hast vollkommen recht, man ist einfach noch zu ich bezogen…Ich will aber auch gerne noch die Welt sehen und reisen und mir Sachen gönnen..Und wenn man 5 Jahre promoviert auf einer halben Stelle bei voller Arbeitszeit ist das alles auch nicht wirklich möglich gewesen…Und selbst jetzt mit vollem Gehalt komm ich nicht wirklich dazu…Bevor ich mir eine Hochzeit leisten könnte würde das Geld eher für eine Weltreise verpulvert werden ? Zum GLÜCK habe ich bisher kaum Freunde die Kinder haben, und die wenigen die welche haben geben sich größte Mühe nicht nur über die Kinder und das Mama sein zu reden, aber manchmal lässt sich das einfach nicht vermeiden…Aber auch das kann ich verstehen, schließlich drehen sich die eigenen Gedanken dann auch entsprechend darum…

    • Shia
      MissLaven

      Ich bin immer wieder verwundert, wenn ich dein Alter lese Oo
      Klar ab und an ist das Thema Kinder völlig okay…aber eben nicht nur noch!

  • Leni

    Hmm, ich habe tatsächlich geheiraten, was ich nie wollte, und ich möchte auch tatsächlich Kinder bekommen, aber nicht heute, und auch nicht mehr in der nächsten Zeit.
    Meiner Meinung nach sind Menschen die keine Kinder haben wollen deshalb nicht unnormal, oder verlagern ihren Lebensschwerpunkt auf die „falsche“ Seite.
    Das Gerede über das Kinder bekommen und das Studium beenden kenne ich immer nur von konservativen Mitmenschen die denken, dass man genau so leben müsste wie sie selbst auch, das fängt ja schon bei der Haarfarbe an.
    Weshalb ich mich dann doch entschieden habe zu heiraten ist genauso meine Entscheidung wie es deine Entscheidung ist was du in deinem Leben machen möchtest.
    Ich folge dir trotzdem gerne still und leise weiter, denn du und ich haben unter ähnlichen Umständen mit dem Studium begonnen und ich finde es mega spannend wie sich unsere Wege entwickeln und weiterlaufen.
    Vielleicht treffen wir eines Tages ja mal wieder aufeinander, man weiß ja nie, das Leben ist voller Überraschugen, warum also Planen und sich das nehmen lassen.
    Fühle dich geherzt und gedrückt!

  • CHAMY

    Bin zu 1000% bei die, mir geht es genauso. Wobei ich auch irgendwie ne Druck verspüre, da ich jetzt auch wieder Single bin und ich eigene Wohnung habe. Sprich: 26 und gar nichts erreicht.

    • Shia
      CHAMY

      Naja, also gar nichts erreicht stimmt ja nicht. Als ob man nur etwas erreicht hat, wenn man einen Partner und Kinder hat! Ne Ne… Du hast viel erreicht und es wird noch viel mehr in deinem Leben geben!

  • Katii

    Ganz ehrlich? DANKE danke danke für diesen Beitrag! Den hab ich grad so sehr gebraucht!
    Ich hab zwar selbst vor 2 Jahren geheiratet, bin aber alles andere als „die typische Ehefrau“.. uns wars gleich von Anfang an wichtig, dass wir genau wie vorher bleiben, auch alleine Dinge unternehmen und uns nicht so zurückziehen wie andere Ehepaare.
    Momentan sind wir beim Hausbauen – und wirklich bei jeder verdammten Familienfeier kommt wieder das Thema Kinder auf.. Bisher war immer meine „Ausrede“, dass ich erst dann Kinder haben will, wenn das Haus steht. Aber ganz ehrlich? Ich glaub nicht, dass ich in einem Jahr wirklich schon eins haben möchte. Und ich will endlich nicht mehr diesen gesellschaftlichen Druck haben, ich will mir nicht immer irgendeine Ausrede einfallen lassen, warum ich (mit 27) noch nicht ans Kinderkriegen denke. Ganz furchtbar!

    Alles Liebe, Katii

    • Shia
      Katii

      Ja ich finde diesen Druck auch ganz, ganz schlimm. Jeder soll es einfach so machen, wie er es für richtig hält! 🙂

  • Justine

    Ich weiße genau was du meinst …
    Diese Art von Gesprächen führe ich leider auch immer wieder. Viele verstehen eben nicht, dass ihr Lebensweg nicht auch meiner oder deiner ist 🙂 Ich schreibe diese Gedanken und Gefühle auch immer nieder, so findet man oft gleichgesinnte.
    Liebst
    Justine

  • Simone J

    Wow! Ich habe gedacht, ich stehe mit diesem Problem ganz alleine da! In meiner Umgebung habe ich ’ne Menge Leute mit Kinder und/oder Kinderwunsch und genau diese Situation. Dass ich Babysitter spielen muss, wird vorausgesetzt, bin ja ne Frau…Dass ich und mein Freund einfach keine Kinder möchten, wird einfach ignoriert und immer wieder danach gefragt. Vor allem in der Familie. Ein „Man ist doch keine richtige Frau ohne Kinder“ von meiner Schwester und ein „die eigenen Kinder sind ja immer was anderes“, oder „genauso wie dieses bereits in den Kommentaren erwähnte „Wenn du erstmal selbst welche hast“ wird einem andauernd aufs Auge gedrückt.. Ich rechne damit, dass Freundschaften „schwieriger“ werden, wenn meine Freunde dann alle Kinder haben. Weil eben das Kind so viel von den Personen einnimmt und dieses so weit weg von meiner Realität ist. Ich kann es mir nicht mal vorstellen, warum man Kinder haben will (no offence). Den Weg, den Alory geht, dass das Kind nicht immer Mittelpunkt sein muss, habe ich so leider noch nicht kennengelernt.
    Laut Statistik wollen 13% keine Kinder…da ist aber ws späterer Kinderwunsch noch nicht rausgezählt…

    Mein absoluter Hasssatz „Wenn deine biologische Uhr tickt, willst du dann bestimmt auch welche“…Zusatz meines Arbeitskollegen: „deshalb kann man Karrierefrauen nicht ernst nehmen“ – würg!

  • Florence

    Ja, die liebe Familie.. die kann einen Druck aufbauen.. dabei erreichen sie damit gar nichts.. denn sowas lässt sich nicht erzwingen.
    Wir leben heute in einer anderen Zeit.. Ehen werden geschieden und Frauen müssen die Kinder oft alleine durchkriegen.. Da macht es keinen Sinn junge Frauen zu drängen Kinder zu bekommen. Es sollte eigentlich alles passen, damit man am Ende nicht alleine da steht. Und ob Frau sich mit dem Ex-Partner nach der Trennung einigen kann und beide gut für die Kinder sorgen, steht in den Sternen…
    Alles Gute dir.. man kann leider nix machen, die werden immer weiterfragen.. Aber du bist nicht alleine.. es geht wohl allen so.
    Grüße, F.

  • Hannah

    Hmmm ist bei mir eher das totale Gegenteil 🙂 waahhhh du bist 26 und schon Mutter? Wie krass, du kannst ja jetzt gar nichts mehr machen, deine Träume aufgeben etc etc. Ja am Anfang steckt man vielleicht echt viel zurück und findet man hat kein Leben mehr aber auch wenn es viele nicht nachvollziehen können, ich bin glücklich so wie es ist. Auch wenn ich manchmal meine Kommilitonen beneide die jammern weil ihr Studium so anstrengend ist und sie irgendwelche Partys verpassen. Ich bin froh wenn ich fünf Stunden schlafen kann 🙂
    Finde aber den Druck schlimm dass eine Frau unbedingt Mutter werden muss. Was soll das?

  • Moni

    Ich kann dich so gut verstehen.
    Ich habe bis 30 noch studiert und darum einen ganz anderen Lebensstil bisher gehabt als andere, die schon mit 18 eine Ausbildung angefangen haben. Ich würde mich für ein Kind auch noch gar nicht reif genug fühlen. Zudem habe ich überhaupt kein Bedürfniss nach einem Kind. Wozu auch? Ich habe andere Bedürfnisse, die ich mir im Moment erfülle, die mich wirklich glücklich machen. Wie du auch schon geschrieben hast.: Für andere ist Kinder das Schönster auf der Welt, für andere eben nicht! Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo man unbedingt Kinder für die Altersvorsoge braucht! Heute können wir nein sagen und das ist auch gut so. Schließlich gibt es schon genug Kinder, die hungern müssen etc. An die müsste man sich eigentlich an erster Stelle kümmern, bevor man eigene in die Welt setzt.

  • anna frost

    ich bitte bitte BITTE alle Frauen darum, nur auf sich selbst un dihre eigenen Gefühle zu hören. ob nun ein Kinderwunsch mit 20, 22, 25, 28 oder erst mit 34 oder gar nicht – das ist jeder Frau selbst überlassen! Die einen gehen diesen Weg, die Anderen einen anderen und wieder die nächsten schnappen sich eine Machete und machen sich selbst den Weg frei. Ich glaube, wir sind die Generation, die neue Regeln schafft. Und eine davon lautet: Ich mach das jetzt mal so, wie ich das will!
    <3

  • Nitsirk

    Du hast das Recht auf deine eigene Meinung und deinen eigenen Umgang mit solchen Themen, und ich kann mich also meinen Vorrednern nur anschließen! Ich heirate im Herbst und das hat sich nunmal daraus ergeben, dass wir beide in unserer Beziehung den Punkt erreicht haben, wo das für uns richtig war – und nicht weil irgendjemand eine Meinung dazu hatte. Viele Leute, leider auch aus der engsten Familie, meinen leider hierbei auch ihren Senf dazu geben zu müssen. Dummes Beispiel, weil natürlich fällt mir jetzt nichts besseres ein: Ich möchte, das Musik an meiner Hochzeit gespielt wird, die meinem Verlobten und mir gefällt. Dazu gehört strenges Pur und Helene Fischer Verbot. No offense, aber es ist nicht meins. Ich musste mir schon öfter anhören, dass ich ja an die Gäste denken sollte, die das bestimmt total toll finden und ich muss da ja Rücksicht drauf nehmen. Waaaaaas? Genau so gehe ich mit diesen „Nächstes Jahr dann der Nachwuchs, ne?“ Sprüchen um. Ich gehe nicht darauf ein, denn selbst wenn – das geht niemanden außer meinen Partner und mich etwas an. Freunde von mir hatten die Zeugung des Nachwuchs angekündigt „jetzt in der Hochzeitsnacht – los gehts!“ und hatten dann Probleme. Erst drei Jahre später hat es geklappt, und sich somit ständigen Nachfragen ausgesetzt.
    Das mit deiner Freundin finde ich traurig. Ich kenne Gott sei Dank genug Beispiele, die das Gegenteil beweisen. Das man sich eben nicht mit dem Kind aufgeben muss, und es nur noch dieses eine Thema geben kann. Momentan fühlt man sich schon bombardiert – ich finde, Nani von Hibbyaloha geht sehr gut damit um – es gibt weiterhin Posts mit Beauty und Essen, aber dazu auch Babykram! Bei manchen hat man den Eindruck, dass gleich mit der Schwangerschaftsankündigung die Anfragen zu Kooperationen für Babystühle und ähnlichen Kram rausgegangen sind…
    Oh Gott, ich schreibe einen Roman. Aber das zeigt, dass du ein sehr interessantes Thema angesprochen hast! 😀

  • Ina

    Also ich kann das ja total verstehen, wenn man von dem ganzen Babyboom genervt ist. Wenn das im Leben einfach gerade nicht Thema ist, warum soll man sich dann zwangsläufig, nur aus symphatie, damit beschäftigen? Deswegen ist entfolgen oder den Leuten im Umkreis aus dem Weg gehen, wahrscheinlich der richtige Weg. Wenn eine Bloggerin plötzlich nur noch über Fitness oder Essen bloggen würde, hätte ich vermutlich auch kein Interesse mehr daran.

    Ich möchte dir aber auch erklären, dass diese Zeit einfach – wenn man es denn überhaupt will! – ganz toll ist und sich jede Sekunde um die Schwangerschaft und dann später um das Baby dreht. Letztens waren wir mit zwei befreundeten Pärchen verabredet. Das eine hat gerade erst das zweite Kind bekommen, das andere im Dezember das erste und rate mal, wir haben die ganzen 5 Stunden über nichts anderes geredet als über Babys. Wir haben dann schon selbst Witze darüber gemacht, über was wir uns früher überhaupt unterhalten haben. Der Lebensmittelpunkt verändert sich einfach und man beschäftigt sich mit anderen Dingen als früher. Für mich ist das Thema Beauty noch jeden Tag präsent, aber nicht mehr so wichtig wie vor der Schwangerschaft. Ich habe im Jahr 2016 noch keine dekorative Kosmetik gekauft – KRASS!!! :-O

    Was ich damit sagen will, du darfst es den zukünftigen und Neu-Mamis nicht übel nehmen, dass sie von nichts anderes mehr sprechen/schreiben können. Ich glaube man kann das erst begreifen, wenn man es selbst erlebt. Wenn man dies denn möchte. Es will ja nicht jeder Kinder haben und jeder hat sein eigenes Tempo.

  • Sarah

    Ich fühl mich gerade so unglaublich verstanden! Ich bin 29 und ich wollte nie Kinder. Alle sagen immer, dass das noch kommt, die tolle biologische Uhr irgendwann tickt. Aber je älter ich werde, desto weniger will ich Kinder.
    Und mit ner guten Freundin ist mir wirklich genau dasselbe passiert. Sie hat ein Kind bekommen, ich hab sie noch 2 Mal besucht, das wars dann. Wir leben einfach in zwei vollkommen verschiedenen Welten. Für sie ist es irrelevant, wenn bei mir im Labor ein Experiment nicht klappt -was für mich ein großes Thema ist- und umgekehrt ist es für mich irrelevant, was das Kind gegessen hat, wie es geschlafen hat etc. Ich finds zwar schade, aber so ist das scheinbar einfach…

  • Make Up Mistress

    Danke für diesen Blogpost,du sprichst mir damit aus der Seele. Zum Glück habe ich allen Leuten in meinem Umfeld mehr als 10 Mal klargemacht, dass ich keine Mama werden will und nun bin ich 36 und die meisten scheinen es endlich kapiert zu haben. Ich kann mich aber noch gut an diese ewige Fragerei nach einem Baby erinnern. Als ich vor knapp 11 Jahren die Liebe meines Lebens geheiratet habe, wurden diese Fragen immer lauter -_- Aber er und ich, wir sind uns sowas von einig. Wir wollen unser Leben für UNS und mit niemandem teilen, wir möchten weiterhin die besten Freunde und gleichzeitig ein leicht beklopptes Paar bleiben. Und das sollte jeder auch akzeptieren. Puuuh, mir sprudelt es nur so aus den Fingern und du hast mich zu einem eigenen Beitrag inspiriert. Danke dafür 🙂 Kommt dann die Tage 😀

  • Lil

    OMG, du sprichst mir aus der Seele. Ich selbst habe genau dasselbe Problem, dass mir alle mit denselben Fragen auf den Geist gehen. Ich musste neben der Uni viel arbeiten, da man in meinem Fach wirklich nur gut durch viel Praxiserfahrung wird. Das Studium hat mich daher 7 Jahre gekostet! Ich bin mit 27 fertig geworden und habe sofort angefangen, bei der Firma zu arbeiten, wo ich als Werkstudentin gearbeitet habe. Im ersten jahr Führerschein, Umzug, Hochzeit (mein Mann und ich sind seit über 10 Jahren zusammen und das wurde auch langsam mal Zeit^^). Das war Stress pur! Ich wollte danach einfach nur Ruhe haben, das Leben genießen. Ich habe immer gearbeitet und will Leben. Mein Mann denkt da genauso. Wir haben absolut keine Lust auf Kinder. Aber immer fragen mich Verwandte oder Schwiegerelten danach. Und jedesmal werde ich aggressiv! Ich sage manchmal ganz provokant: Wann wir Kinder MACHEN, geht niemanden was an! Und ich will mein Leben leben. Dann versuchen die immer, meinen Schwachpunkt auszunutzen: Ich sehe für mein Alter verdammt jung aus (und werde daher am Arbeitsplatz sogar manchmal wie ein Kind behandelt). Und dann sagen sie: Na du siehst so jung aus, deine Kinder werden immer voller Stolz sagen, dass ihre Mutter die beste Freundin sei, jung sei, toll aussehe usw… Ich muss gestehen, machnmal trifft mich das. Das hört sich vllt. oberflächlich an, ich weiß. Dadurch, dass ich so spät mit dem Leben leben angefangen habe, will ich langsam alt werden :D. Aber was bringt es mir so eine Mutter zu sein, die aber unglücklich ist, weil sie z.B. nie nach Japan fliegen konnte? Mein Mann und ich haben noch so viele Projekte, die wir realisieren wollen. Ich will beruflich aufsteigen und ja, ich gehöre zu der Sorte Frau, die eben NICHT Kind und Karriere in einem machen kann. Dazu bin ich einfach zu egozentrisch. Ich brauche meine Zeit, meinen Freiraum. Mein Mann ist da genauso. Er weiß, dass ich mich an den Schminktisch setze, erst mal 2h in meiner Welt bin. Wenn ich am Arbeitsplatz sitze, ich gerade für den Job was mache, um besser auf ein Meeting vobereitet zu sein. Wenn ich am Kochen bin, ich gerade wieder mal etwas Exotisches koche. Und und und. Ich wünschte, ich hätte 10 Leben, da es so vieles auf der Welt gibt, was ich erleben will. Lernen will. Mein Kopf ist zu müde von der langen Uni- und Arbeitszeit. Ich brauche Zeit für mich, um mich selbst zu verwirklichen. Mich selbst für die Zukunft aufgegeben habe ich 7 Jahre (und natürlich die Zeit davor in der Schule).

    Dein Beitrag ist mega klasse! Ich war eh zurzeit wieder am Zweifeln, weil ich Angst hatte, es irgendwann vllt. zu bereuen. Aber der Post hat mich wieder auf den Bodenb gebracht 😀 Danke dir!

  • Blunia

    Als ich 28 war, war es zum Glück grade nicht so in Mode unter 30 Kinder zu bekommen – in so weit blieb ich größtenteils davon verschont und hatte auch im Freundeskreis viele, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Die die sich dafür entschieden haben, habe sich verändert und über die Jahre hat man leider immer weniger miteinander zu tun gehabt. Es scheint auch so zu sein, dass Paare mit Kinder gern mit anderen Eltern befreundet sein wollen oder es sich über den Kindergarten, Schule etc. neue Freunde (mit gleichen familienbezogenen Interessen) gefunden werden. Ich finde das durchaus bedauerlich. Aber so scheint es zu sein. Was ich wirklich diskriminierend finde sind Sprüche auf Arbeit à la: „Arbeitnehmer mit Kindern sind die besseren Arbeitnehmer….“ So ein Blödsinn. Zumal es immer sehr persönliche Gründe gibt, die jemand dazu bewogen haben keine Kinder zu bekommen – und die im Falle eines solch diskriminierenden Satzes nicht auf den Tisch gelegt werden, da sie eben privat sind.
    Ich finde eine Überlegung – ist es gut für mich ein Kind zu bekommen, möchte ich das wirklich, bzw. ist es gut für das Kind, passt es mit dem Partner… – durchaus frei entschieden werden können müssen. (Liebe Nörgler und Besserwisser: Es gibt viele Gründe die nicht egoistisch sind, denkt mal darüber nach!) Und eine wohl abgewogene Entscheidung keine Kinder zu bekommen in vielen Fällen vernünftig und richtig ist. Und es ist hochgradig unfair und diskriminierend mit Eltern verglichen zu werden u.a. auch welchen, die mit 18 „aus versehen“ ein Kind bekommen haben und dann noch als schlechterer Mensch dargestellt zu werden.
    Für mich selbst ist es die richtige Entscheidung, bisher (und auch zukünftig) keine Kinder zu bekommen. Liebe Shia ich hoffe, Du findest für Dich auch den passenden Weg, ggf. den passenden Zeitpunkt und wenn Du zukünftig einmal zurückblickst, Zufriedenheit über Deine Entscheidungen.
    LG Blunia

  • berit

    Krass, wo lebst du denn?

    Ich finde allein die Frage schon sehr übergriffig. Was ist wenn man vielleicht gerne möchte, aber biologisch nicht kann? Oder irgendein anderes Trauma hat, das man nun nicht jedem Verwandten mal am Telefon erzählt? Zumal ich bisher davon ausgegangen bin, das du Single bist, sollst du jemanden auf der Straße ansprechen? 😀

    Ich konnte mir bis 29 auch NIE vorstellen Kinder zu bekommen, und mit dem neuen Freund hatte es sich dann auf einmal richtig angefühlt. Das sollte aber jeder für sich entscheiden. Abr lass mal, wenn du nur ein Kind hast, musst du dich auch ständig dafür rechtfertigen, dass du kein zweites willst 😉

    Zur Verteidigung der anderen Mamas muss ich noch einfügen, dass man mit Kindern eben nicht mehr zeitlich so flexibel ist. Feiern macht nur halb so viel Spaß wenn man den nächsten Tag wieder um 6 uhr parat stehen muss und gemütlich Kaffee trinken kann man mit den ganz Kleinen eben auch nicht, weil sie nur Blödsinn im Kopf haben und ständige Betreuung brauchen (Stichwort Aufsichtspflicht, heißt nicht umsonst Pflicht). Wie so oft im Leben hilft aber auch hier Kommunikation. Ich für meinen Teil war von einigen meiner, nun ehemaligen Freunde, sehr enttäuscht, die sich schon in der Schwangerschaft nicht mehr gemeldet haben und von denen es NULL entgegenkommen gab.

  • QueenOfEvilness

    Ich finde auch jeder sollte für sich entscheiden was wann wie wo Kind oder nicht oder Hochzeit ja oder nein!

    Ich selbst hatte auch nicht wirklich den Drang ein Kind zu bekommen. Doch dann erfuhr ich plötzlich durch Zufall das ich schwanger bin und das schon in der 24 Woche wie mein Arzt mir dann berichtete! ich hab den kleinen Krümmel wirklich sehr gerne und es ist gut so wie es ist nur alles im allen wirft so ein Kind schon einiges durcheinander vor allem wenn das so nicht geplant war! Man kann halt nicht mal eben Samstag Abend in die Disco oder ausschlafen hat sich auch erledigt man sollte sich das schon gut überlegen ob man seine Freiheit aufgeben möchte für ein Kind. ich persönlich hätte schon gerne mehr Mitsprache recht gehabt und ich muss ehrlich sagen so eine typische Mutter (Übermutter)bin ich nicht und werde/will ich auch nicht sein! So genug wirres zeugs geredet!

    Gruß Maren

  • Anne

    Hallo Shia,

    nach dem ich deinen Beitrag und die Kommentare gelesen habe hier meine Gedanken zu dem Thema.
    Also prinzipiell möchte ich sehr gerne Kinder haben und Mama werden, aber irgendwie auch noch nicht gleich sofort(bin 26, auch wenn ich langsam überlegen muss wie alt ich gerade bin ?). Ich habe vorher wahnsinnig viel Energie in mein Studium investiert und dann für Ca 1 Jahr eine Stelle gesucht. Nun habe ich seit einem Jahr einen Job in einer anderen Stadt zu dem ich jeden Tag 4 Stunden unterwegs bin, weil es mir wichtig ist Abends bei meinem Partner zu sein und auch das ist schon eine Entscheidung für die man sich im Umfeld rechtfertigen muss, weil warum sucht man so lange eine Stelle und warum zieht man nicht eben mal für seinen Job um. Auch dieses Jahr war extrem anstrengend und ich habe das Gefühl ich habe kein Leben mehr, weil es einfach aus Zug, Job und Bett besteht. Das heißt zunächst will ich meine Arbeitsstelle wechseln und diesen Weg abzuschaffen, der raubt einfach zu viel Energie und Lebenszeit.
    Hinzu kommt der Wunsch noch etwas vom Leben zu haben. Zeit für mich und für Sport. Einige größere Reisen wie Asien und oder die USA. Ich will ankommen und brauche auch das Gefühl mit mir selber klar zu kommen, was mir ab einem gewissen Stresslevel einfach abhanden kommt.
    Mir ist völlig klar, dass sich mit Kindern die Prioritäten verschieben, aber was mich echt nervt sind die zu erwartenden beruflichen Einschränkungen. Meine Schwägerin ist selbstständig und hat bereits als ihr Sohn 4 Monate alt war das erste Projekt gemacht, einen Großteil davon zu Hause und den Rest über Tanze und Oma abgedeckt vor Ort. Übrigens fällt mir gerade ein wehe du bist mit Kinderwagen unterwegs und kaufst eine Brezel MIT Salz, weil die für dich ist und nicht für das Kind zieht garantiert einen guten Rat der Verkäuferin nach sich. Naja jedenfalls nach dem Projekt hat die Schwägerin, dann solange kein Projekt gemacht bis es ihr wieder gut reingepasst hat. So eine Flexibilität hat man als normale Arbeitnehmerin nicht, da muss man dem Chef schon vor der Geburt sagen, wann man wieder anfängt zu arbeiten. Das volle Jahr Elternzeit möchte ich da gar nicht nehmen, das wären nämlich bei dem 3 Kondern auf einmal 3 Jahre, die einem an Erfahrung, Einkommen und Rentenzeit fehlen. Seien wir doch an der Stelle auch einfach mal brutal ehrlich unsere staatliche Rente wird eher einen symbolischen Betrag ausmachen, also heißt es privat vorsorgen, das ist für eine kinderlose Frau mit vollem Einkommen, da ja die Arbeitszeit nicht für Kinder reduziert wird und vollen Arbeitsjahren, da ja keine Babypausen anstehen, wesentlich einfacher zu bewerkstelligen. Mir persönlich ist es auf jeden Fall wichtig auch mit Kindern weiter arbeiten zu gehen und das mindestens 6 Stunden pro Tag. Ich hoffe nur, dass es dann auch so klappt. Was ich extrem unfair finde ist das in Deutschland vor allem die Mütter für ihre Kinder reduzieren und das es mit guter Organisation vielleicht noch klappt im Kindergarten Vollzeit zu arbeiten, aber sobald das erste Kind in der Grundschule ist, dann häufig Mittags Schluss ist mit Betreuung, wer es sich leisten kann arbeitet dann halt weniger oder nimmt Aupair oder Tagesmutter in Anspruch. Ich habe eine hochqualifizierte promovierte Kollegin, die wegen ihrer 2 Kinder Teilzeit arbeitet und keine andere. Stelle findet, obwohl wir in Mangelberufen arbeiten, weil es ihr eben wichtig ist dass ihre Kinder auch zum klettern gehen können. Sie ist dann also Nachmittags unbezahlt als Chauffeur unterwegs. Arbeitgeber wollen aber lieber jemanden ohne Kinder einstellen, der auch Vollzeit da ist. Häufig sind das dann halt auch Männer, weil die ja zu ziemlicher Sicherheit nicht ausfallen werden, wobei als Frau ja prinzipiell unterstellt wird, das zwischen 25 und 40 Jahren Kinder zu erwarten sind, egal ob nun ein Kinderwunsch da ist oder eben nicht.
    Was mich vor allem stört ist der Fakt, dass ich mir so viele Gedanken darüber mache und es zumindest für mich kein ich krieg das Kind mal und dann sehen wir schon gibt, einfach weil ich das Gefühl habe das man das als junge hochqualifizierte Frau in Deutschland, die gerne Beruf und Familie haben möchte, nur Schwer kann. Andere Länder bekommen das wesentlich besser hin wie Holland wo beide Eltern 80% arbeiten, einer ist Montag zu Hause und der andere Freutag und alles wichtige passiert Di-Do in der Arbeit und in vernünftigen Zeiten. Wo kommt eigentlich der Quatsch her das Überstunden Motivation gleichzusetzen sind? Ich kann motiviert arbeiten und trotzdem nach 8 Stunden nach Hause gehen, weil
    Mir vielleicht einfach noch andere Sachen neben meiner Arbeit, Familie, Hobbies, was auch immer wichtig sind.

    Ihr seht das Ganze ist ziemlich lang geworden, einfach weil es mich seit Jahren beschäftigt. Vielleicht sind „nur“ Mütter auch einfach so eingeschränkt in ihren Themen, weil einfach nicht mehr so viel übrig bleibt, wenn es neben dem Kind halt keine Stelle gibt wo gearbeitet wird, weil es in meinen Augen schwer ist hier Kinder und Arbeit zu vereinbaren. Vermutlich stört das auch einen guten Teil der Mütter, die vorher gearbeitet haben selbst.

  • Rebecca

    DANKE Shia, danke! Diesen Post werde ich mir ausdrucken.